Loading...
image-635

Corona und die Auswirkungen auf Studium, Lehre und Forschung an deutschen Hochschulen

Früher war das erste Studiensemester an einer deutschen Hochschule primär eine Zeit des Kennenlernens: „Ersties“ erkundeten ihren Universitätsstandort und knüpften Kontakte mit Lehrenden und anderen Studierenden. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich jedoch auch das akademische Leben in unserem Land stark verändert…

Videokonferenz statt Präsenzlehre

Die Präsenzlehre in Hörsälen und Seminargebäuden ist aufgrund von Auflagen und Regelungen der Bundesländer seit März 2020 zugunsten des Gesundheitsschutzes stark in den Hintergrund getreten. Viele Studierende haben ihre Uni lange nicht von innen gesehen, und Lehrveranstaltungen fanden vornehmlich online via Teams, Zoom & Co. statt – insbesondere für Studienanfänger, die sich erst mit den universitären Abläufen vertraut machen müssen, aber auch für diverse Lehrformate eine problematische Situation.

Organisatorischer Aufwand durch Covid-Maßnahmen

Auch die Universitätsverwaltungen sehen sich durch die Pandemie vor große Herausforderungen gestellt. Oft fielen die staatlichen Vorgaben für den universitären Betrieb von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich aus. Laufend aktualisierte Vorgaben zur Einhaltung von 3G-Regeln und Hygienemaßnahmen erschweren den regulären Lehr- und Forschungsbetrieb.

Hybride Lehrformen als Modell der Zukunft

Seit dem Wintersemester 2021/22 strebt man bundesweit wieder eine allmähliche Rückkehr zur Präsenzlehre an. Doch wie lässt sich diese angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen mit der neuen Omikron-Variante realisieren? Zunächst werden wohl hybride Lehrkonzepte aus Online- und Präsenz-Veranstaltungen den Universitätsalltag prägen – für viele Dozierende, aber auch für Studierende sicher ein gewöhnungsbedürftiger Kompromiss, der mit innovativen und interaktiven Lehrformaten jedoch auch Chancen eröffnen kann, Arbeitsweisen in Lehre und Forschung zeitgemäßer zu gestalten.

Offene Fragen zu Qualitätsstandards und digitalen Prüfungsformaten

Corona hat die Parameter der universitären Gesprächskultur grundlegend neu definiert. Die Transformation geht jedoch weit über die optimale Anpassung akademischer Lehrformate hinaus. Zum einen stellt sich die Frage, wie unter den gegebenen Umständen die hohen Qualitätsstandards in Forschung und Lehre nachhaltig gewährleistet werden können. Zum anderen gilt es, auch für digitale Prüfungen einen „wasserdichten“ rechtlichen Rahmen zu schaffen, der sowohl den Hochschulen als auch den Studierenden mehr Sicherheit gibt.