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Nachhaltige Energieversorgung und Naturschutz miteinander verbinden

„Ach, die paar Fledermäuse!“ Auch heute noch denkt man bei größeren Bauprojekten zuerst an den unmittelbaren Nutzen und schiebt die Bedenken des Natur- und Artenschutzes gerne beiseite. Dabei ist die Berücksichtigung von Arten- und Habitatschutz in Planungs- und Genehmigungsverfahren seit 2017 mit den Novellen  im Bundesnaturschutzgesetz, Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz   und Baugesetzbuch eindeutig geregelt. Verstöße können nicht nur erhebliche Bauverzögerungen, sondern auch deutlich höhere Kosten zur Folge haben.

Nachhaltigkeit geht nur mit Artenschutz

Alle sind sich einig: Wir Menschen müssen unsere Lebensweise mehr an den Anforderungen der Umwelt ausrichten, wenn wir nachfolgenden Generationen auf unserem Planeten eine lebenswerte Zukunft sichern wollen. Dabei geht es nicht nur um den Klimawandel, sondern auch darum, dem weltweiten Artensterben in Flora und Fauna Einhalt zu gebieten. Denn wir haben gelernt: Von den Insekten bis zu den Säugetieren, von der Steppe bis zum Regenwald bildet die Natur ein komplexes Geflecht aus Wechselwirkungen, das im Gleichgewicht gehalten werden muss, wenn wir künftig eine Häufung von Naturkatastrophen vermeiden wollen.

Energiewende im Einklang mit der Natur

Bei Bauprojekten – auch wenn sie die nachhaltige Energiegewinnung durch Wind- und Wasserkraft oder Photovoltaikanlagen zum Ziel haben – gilt es deshalb, die Bestimmungen des europäischen Arten- und Habitatschutzes zu berücksichtigen. Dasselbe gilt für die Erweiterung von Gewerbegebieten. Richtig nachhaltig wird auch ein Bauprojekt zur Gewinnung von regenerativen Energien erst dann, wenn Planung und Realisierung so naturnah wie möglich erfolgen.

Green Deal und Artenschutz dürfen kein Widerspruch sein

Wollen wir die im Green Deal der Europäischen Kommission beschlossenen Klimaziele erreichen, ist beispielsweise ein forcierter Ausbau der Windenergie in Deutschland erforderlich. Windräder gehören zu den Schlüsseltechnologien auf dem Weg zur Energiewende und zu einer CO2-neutralen Zukunft. Eines der häufigsten Motive für Klagen gegen den Bau von Windkraftwerken ist jedoch der Vogelschutz. Hier gilt es, sich vorab bestmöglich abzusichern, um die Ausführung des Bauvorhabens nicht zu gefährden. Ähnliches trifft beispielsweise auf Wasserkraftwerke zu. Hier muss man Fischen etwa durch „Aufstiegshilfen“ die lebensnotwendigen Laichwanderungen ermöglichen und das Geschiebe aus Geröll, Sand und Kies als Lebensgrundlage der Lebewesen im Wasser bewahren.

Kommunale Bauherren sind oft nicht umfassend mit den Anforderungen vertraut, die der Naturschutz heute an Bauprojekte stellt. Die ExpertInnen der Europäischen Akademie für Steuern, Wirtschaft und Recht sind mit allen aktuellen gesetzlichen Regelungen vertraut und beraten Sie gerne.

In der folgenden Veranstaltung erfahren Sie, worauf Sie bei Bauprojekten hinsichtlich Natur- und Artenschutz achten müssen: