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Raum für neue pädagogische Konzepte: Schulbauleitlinien in Städten und Kommunen

Von tiefgreifenden Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur über den Trend zur Urbanisierung bis hin zur Digitalisierung: Unsere Welt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so rasant gewandelt wie nie zuvor. Viele traditionelle pädagogische Modelle erweisen sich dabei als veraltet und werden den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht. Daher gilt es jetzt, für zeitgemäßes Lernen das optimale Umfeld zu schaffen.

Bevölkerungsdruck führt zu steigenden Schülerzahlen

Vor allem größere Städte registrieren in Deutschland seit Jahren steigende Einwohnerzahlen und stehen vor der Aufgabe, für die wachsende Gruppe der 6- bis 18-Jährigen ein adäquates schulisches Angebot bereitzustellen. Ältere Schulgebäude können den Bedarf oft schon räumlich nicht decken. Zudem fehlt es an Möglichkeiten zu einer modernen Unterrichtsgestaltung, die die aktuellen Erkenntnisse aus Pädagogik und Didaktik ebenso berücksichtigt wie die Forderung nach Inklusion und der Einbeziehung digitaler Lernformen.

Schulbauleitlinien sollen einheitliche Standards etablieren, aber auch Gestaltungsspielräume eröffnen

Sowohl bei der Sanierung bestehender Schulgebäude als auch bei der Planung und Errichtung von schulischen Neubauten spielen zahllose Aspekte eine Rolle:

  • Soll das Objekt als Ganztagsschule genutzt werden? Sind entsprechende Schulverpflegungsangebote erforderlich?
  • Wie groß sind die Flächenbedarfe?
  • Wie lassen sich die Anforderungen von Inklusion und Barrierefreiheit umsetzen?
  • Welche Maßnahmen sind erforderlich, um neue Lernformen zu ermöglichen?

Und dies sind nur einige der wichtigsten Fragen.

Hier ist es sinnvoll, Standards zu definieren, die die Grundlage für die Durchführung von Schulbauprojekten bilden können und so dazu beitragen, den Zeitaufwand für die Planung und die Kosten zu reduzieren.

Mit Schulbauleitlinien zu einer modernen Unterrichtsgestaltung – Zeitersparnis und Kostenoptimierung inklusive

Zahlreiche Kommunen und Städte in Deutschland haben bereits ihre eigenen Schulbauleitlinien erarbeitet und profitieren davon in mehrfacher Hinsicht:
Sie verfügen über ein Rahmenwerk, das für die kommenden Jahre die pädagogische Ausrichtung des örtlichen allgemeinbildenden Schulwesens mit all seinen individuellen Anforderungen definiert.

Eine Schulbauleitlinie vereinfacht die Planung schulischer Bauprojekte, indem sie Standards festlegt und zugleich Spielraum bei der Ausgestaltung lässt.

Die Schulbauleitlinie stellt sicher, dass alle rechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen bei der Umsetzung des Bauprojekts erfüllt werden.