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eGovernment, Prozesse & Personal Die moderne Verwaltung

Im Jahr 2015 kam bspw. überraschend die Flüchtlingskrise und machte deutlich, dass in der öffentlichen Verwaltung Strukturen und Prozesse auch für völlig neue Aufgaben geeignet sein müssen.

Ob Stadtverwaltung, Kreisverwaltung, Landes- oder Bundeseinrichtungen – alle haben sich umfassenden und oftmals raschen Veränderungen zu stellen.
Die Verantwortlichen in den betroffenen Bereichen sind hierauf oft nicht vorbereitet, weil entweder ihre eigene Ausbildung lange Zeit zurückliegt oder die Aufgaben des Tagesgeschäfts ihnen keine Zeit lassen, Prozesse und Strukturen den neuen Herausforderungen anzupassen.
Veränderungen in Verwaltungsbereichen sind auch deshalb besonders komplex, weil hiervon jeweils mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen sind. So ist von jeder Veränderung im Personalmanagement auch die IT oder die Organisationsführung berührt – und umgekehrt.

Bei allen Prozessoptimierungen und -modellierungen in öffentlichen Institutionen ist jeweils eine sehr große Zahl von Beteiligten einzubinden und zu überzeugen. Immer öfter scheitern interne Projekte und Prozessoptimierungen nicht an technischen Schwierigkeiten, sondern an mangelnder organisatorischer Umsetzung und Implementierung.
Unabhängig von dem nötigen technischen und organisatorischen Fachwissen rücken deshalb immer mehr auch vermeintlich „weiche“ Faktoren in den Vordergrund, wenn es um den Umgang mit möglichen Widerständen und Konflikten geht. Diese können daher rühren, dass während dieser Veränderungsprozesse auch das Tagesgeschäft zu erledigen ist.

All das erfordert eine ausgeprägte Kompetenz für professionelles Projekt- und Veränderungsmanagement zusammen mit dem jeweiligen Akzeptanzmanagement.


Die Einführung der eAkte wird, wenn sie abgeschlossen ist, effizientere Abläufe für die Kunden und Nutzer von Verwaltungsleistungen zur Folge haben.
Bis dahin ist es ein mühsamer Weg, vor allem für die Zentralverwaltung und das Personalmanagement, die bei den nötigen Veränderungen besonders gefordert sind. Denn das vermeintlich technische Thema eAkte ist aus administrativer Sicht nicht so sehr eine Frage der technischen Machbarkeit, sondern der mentalen Einstellung in den Verwaltungen.

Mitarbeitende, die jahrelang gewohnt waren, analoge Dokumente und Ordner zu bearbeiten, müssen nun fit gemacht werden für den Umgang mit eingescannten Unterlagen und mit digitaler Kommunikation. Zugleich muss permanent auf die Rechtsgültigkeit digitaler Prozesse geachtet werden; eingescannte Unterlagen müssen z.B. dieselbe Aussagekraft besitzen wie ihre analogen Gegenstücke.
Darüber hinaus setzt die EU-Datenschutzgrundverordnung neue Anforderungen, wie mit (digitalen) Informationen zu verfahren ist.

Neben diesen genannten Neuerungen kommen auf die Verwaltung in öffentlichen Institutionen immer mehr solche Themen zu, die bisher eher für den Privatsektor relevant waren.
Mit Themen wie Burn-Out-Prävention, Wiedereingliederungsmanagement und Reputationsmanagement muss sich eine moderne öffentliche Verwaltung ebenso befassen.
Zum einen ist der öffentliche Dienst von einem übermäßigen Ausscheiden älterer Arbeitnehmender betroffen, zum anderen sind die Mitarbeitenden in öffentlichen Institutionen – anders als zuvor – von Themen wie einem sich schnell veränderndem Umfeld, befristeten Arbeitsverträgen, einer größerer Rolle von internen Deadlines und einer größeren Bedeutung von Outputorientierung im Allgemeinen betroffen. Hierauf nicht einzugehen kann für die Verwaltung die Gefahr mit sich bringen, in kurzer Zeit Mitarbeitende zu verlieren oder aber Mitarbeitende zu beschäftigen, die innerlich gekündigt haben.
Wie bei allen Bestrebungen müssen sich die Verantwortlichen in Verwaltung und Personalmanagement davor hüten, die Human Ressource Management-Lösungen unkritisch aus der Privatwirtschaft zu übernehmen.
Erforderlich ist eine kritische Reflektion, ob und inwieweit vorhandene Lösungen an die sehr speziellen Anforderungen des öffentlichen Sektors – unter Berücksichtigung des Verwaltungsrechts – angepasst werden können.


Während sich bei rein technischen Problemen die Lösungen – oftmals – in den entsprechenden technischen Handbüchern und bei rechtlichen Fragen in den Vorschriften finden, gibt es für die Probleme des täglichen Verwaltungshandelns nur selten die eine richtige Lösung.
Umso mehr sind Verantwortliche und Betroffene auf Erfahrungsberichte derjenigen angewiesen, die sich den Verwaltungs- und Personalthemen bereits erfolgreich gestellt haben.

Die Europäische Akademie für Steuern, Wirtschaft und Recht hat deshalb ein Cluster an Seminaren und Fortbildungen entwickelt, das permanent um neue Themen aktualisiert wird. Die Vermittlung von Praxiserfahrungen und die richtige Anwendung auf das Umfeld der Teilnehmenden stehen für uns dabei an vorderster Stelle.
Bei der Konzeption dieser Weiterbildungsveranstaltungen findet ein intensiver Austausch mit Führungskräften aus Bereichen wie Organisationsentwicklung, Innerer und Zentraler Dienst, Personal und Organisationsführung statt.
Damit gewährleisten die Fortbildungsseminare den engen Bezug zur Praxis und zu den Bedürfnissen der Teilnehmenden und der Verantwortlichen.

Unser Veranstaltungskatalog 2020Moderne Verwaltung

Diese Broschüre gibt Ihnen eine aktuelle Zusammenstellung unserer Veranstaltungen zum Thema „Moderne Verwaltung“.
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